Supreme

Streetwear Marke Supreme

Den Skateboard-Brand Supreme aus New York gibt es schon seit 1994. Das Business mit Klamotten für coole Kids geht seit einigen Jahren durch die Decke – dank cleverer Digital-Marketing-Strategien. Der Gründer James Jebbia arbeitet inzwischen mit Growth Hacking auf dem Portal Reddit, mit kostenlosem Influencer Marketing und sogar mit künstlicher Verknappung. Das funktioniert sehr gut: Einzelne Supreme-Produkte werden als Reseller für 1.200 Prozent des ursprünglichen Preises verkauft, die Hollywood-Prominenz führt die Stücke aus.

Wie entstand Supreme?
James Jebbia eröffnete 1994 in Manhattan einen Skateboard-Shop namens Supreme, als Skateboarding schon zum weltweiten kulturellen Phänomen geworden war. Die Mode zum Sport bestand schon damals aus weiten Pullovern, Basecaps und Baggypants. Einzelne Brands konnte damit Millionen umsetzen, daher bewegte sich Supreme von Anfang an in einem umkämpften Markt. Die Marke blieb lange eine von vielen für die Skateboard-Community, bis der Gründer Jebbia ab 2012 auf das junge Online-Marketing setzte und damit einen globalen Hype um seinen Brand entfachen konnte. Heute repräsentiert Supreme praktisch die Skateboard-Mode und ist so berühmt, dass sogar schon Ziegelsteine mit dem Firmenlogo für 30 Dollar verkauft wurden, von denen Einzelstücke später auf eBay für 1.000 Dollar weggingen. Ende 2017 wurde das Big Capital auf Supreme aufmerksam. Die Private-Equity-Gesellschaft Carlyle Group investierte 500 Millionen Dollar und erwarb damit 50 Prozent von Supreme. Das vormals doch kleinere Unternehmen ist dadurch inzwischen eine Milliarde Dollar wert.

Hype durch künstliche Verknappung
Die Erfolgswelle von Supreme hat neben dem Online-Marketing auch etwas mit dem Kniff der künstlichen Verknappung zu tun. Wenn Du Dich schon für Supreme interessiert hast, konntest Du vielleicht feststellen, dass neue Kollektionen im Onlineshop immer sehr schnell ausverkauft sind. Auch in den weltweit elf stationären Shops der Marke ist die Ware knapp, weshalb sich dort regelmäßig lange Schlangen bilden. Diese nehmen begeisterte Käufer mit dem Smartphone auf und posten sie in Social Networks. Doch auch professionelle Fashion-Publisher wie Highsnobiety und Hypebeast berichten über jedes neue Produkt der Marke. Was so knapp ist, muss gut sein, so empfinden es jedenfalls die Kids, die unbedingt Supreme tragen wollen. Das Unternehmen griff den Hype natürlich auf und machte ihn zu einem Wochen-Event: Immer am Donnerstag gibt es in den stationären Shops neue Klamotten, immer am Donnerstag bilden sich dort Schlangen, deren Bilder durchs Netz gehen. Sogar die Polizei muss manchmal ordnend eingreifen. Supreme verkauft auch nur in den eigenen Shops (online und stationär). Das macht den Brand exklusiv.

Wie hast Du von Supreme erfahren?
Wahrscheinlich bist Du über eine Fangruppe wie Supreme Talk UK/EU auf Facebook oder Supreme DE auf die Marke aufmerksam geworden. Die weltweite Fangemeinde ist riesig, die Botschaften verbreiten sich viral. Das Unternehmen muss selbst gar nicht viel tun. Der Resell-Markt füttert zusätzlich die Legendenbildung, denn die knappe, aber höchst stylishe Fashion wird vielfach mit Aufpreis weiterverkauft. Darüber tauscht man sich wiederum online aus. Besonders bemerkenswert und trendverstärkend ist die Tatsache, dass die Supreme Streetwear zum Liebling Hollywoods aufsteigen konnte. Stars wie Cara Delevingne, Hailey Baldwin, Travis Scott, Victoria Beckham und Bella Hadid tragen die angesagte Mode, die wiederum von seit Jahren treuen Designern und Stylisten geschaffen wird. Auch auf diese Weise wurde der New Yorker Skate-Shop zum Kultlabel. Enthusiastische Prominente tragen Supreme geradezu leidenschaftlich gern.

Straßentauglicher Supreme Look
Supreme ist ein Trendsetter. Die Hollywood-Stars tragen eigentlich extravagante Mode, doch Skateboard-Fashion gehört nun mal zur Streetwear. Damit wurde der Brand zum Mode-Vereiner, denn alle sozialen Schichten lieben ihn. Auch kaufen Frauen und Männer gleichermaßen gern Supreme unabhängig von ihrem sonstigen individuellen Stil. Einen Boost gab es durch „Louis Vuitton x Supreme“, eine Kollektion, die zwei Weltmarken vereinte. Auf Instagram überschlugen sich die begeisterten Fashionistas mit Postings. Hier wurde mal etwas Luxus integriert, aber es geht für Supreme auch ohne. Die Marke bleibt bodenständig, was ein Kunststück in der nach Abwechslung hungrigen Modewelt ist. Vielleicht ist das ein letztes und sehr tiefes Geheimnis ihres Erfolges.

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